Anthroposophie und deren Beiträge in der Gesellschaft stehen seit einiger Zeit in deutlicher Kritik. Nicht nur, aber besonders deshalb, ist es uns ein ernstes Anliegen Stellung zu beziehen und uns klar zu positionieren: Wir setzen uns für ein inklusives, antidiskriminierendes, freiheitliches und solidarisches Miteinander in Gleichheit aller Menschen ein, unabhängig von gesellschaftlichen Stigmata, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Weltanschauung und Geschlecht und leben dies aktiv in unserer Dorfgemeinschaft.
Wo wir anthroposophische Inhalte in unser Leben und Arbeiten integrieren, tun wir dies nicht in Abgrenzung zu wissenschaftlicher Erkenntnis und fachlicher Professionalität, sondern im Sinne einer spirituell-philosophischen Erweiterung hin zu einer ganzheitlichen, weltoffenen und vieldimensionalen Betrachtung des Menschen, der Gesellschaft und der Erde.
Wir sehen uns dazu verpflichtet, uns als Gemeinschaft und als Individuen kritisch zu reflektieren. Rassistische oder diskriminierende Aussagen Rudolf Steiners lehnen wir ebenso entschieden ab, wie die Stigmatisierung und moralische Verurteilung von Menschen mit Assistenzbedarf oder anderer marginalisierter Gruppen auf Grundlage der Idee einer „karmischen Schuld“. Wir arbeiten an einem zeitgemäßen und zukunftsorientierten Verständnis von Anthroposophie.